Rote Friderizianer - der Schützenverein aus Meerbusch Osterath, in historischen Uniformen - Renactment, Hardenberg, Hückelsmay HomeImpressumSitemap
Rote Friderizianer - der Schützenverein aus Meerbusch Osterath, in historischen Uniformen - Renactment, Hardenberg, Hückelsmay

Rückblick: Schützenfest 2004

 
Es ist vollbracht. Das Schützenfest 2004 (17. – 20.09.2004) haben wir wieder gemeinsam gemeistert.
 
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  Ein Schützenfest voller Ereignisse und Taten für die Roten Friderizianer. Da das traditionsreiche Rosendrehen dieses Jahr weggefallen ist - es waren noch Restbestände vorhanden - musste ein Alternativ-Termin zur Vorbereitung (Bierkrugstemmen) auf das Schützenfest her.
 
 
Schnell war man sich hier einig, da auch die Verpflegung durch das eigene Catering-Unternehmen (Marketenderinnen) gestellt wurde. Zur Einstimmung auf das Schützenfest haben wir uns dann mit den Damen und Kindern zum gemeinsamen Grillen bei unserem Oberleutnant an einem warmen Sonnabend im August getroffen. So wurde gemeinsam feuchtfröhlich bis in die späten Nachtstunden gefeiert.
 
Wahl der Waffen wurde dieses Jahr, auch unter Berücksichtigung des neuen Waffengesetzes, neu festgelegt. Die alten Brotmesser (Säbel) wurden eingeschmolzen und für das Königssilber zur Verfügung gestellt. Stattdessen wurden Gewehre angeschafft. Glücklicherweise konnten wir gut erhaltene Gewehre zu einem günstigen Kurs erstehen. Die Gewehre, so haben wir mittlerweile festgestellt, sind doch, trotz ihres nicht unerheblichen Gewichtes, eine Bereicherung für unsere Truppe.
 
Die
  Der positive Nebeneffekt ist hier noch, dass durch das Tragen der Gewehre die
Armmuskeln für das Bierkrugstemmen gestärkt werden.
 
 
Weiterhin haben wir dieses Jahr einen Neuzugang zu verzeichnen. Thorsten Harms hat sich für unsere Truppe interessiert und wollte auch einmal Osterath zu Fuß erkunden. Beim gemeinsamen Grillen hat man sich bereits kennen gelernt und schnell Freundschaft geschlossen. Nach dem ersten großen Marschieren am Schützenfest-Samstag gefiel Thorsten Osterath und die Uniform so gut, dass er spontan um die Mitgliedschaft in unserer Truppe bettelte.
  Nach langem hin und her und stundenlangen Beratungen (20 Sekunden) wollten wir dem gebürtigen Holländer die Mitgliedschaft nicht länger verwehren. Wir nahmen ihn auf und ließen ihn den 10-Jahres-Vertrag unterschreiben. Natürlich nicht, ohne in darauf hinzuweisen, dass er ab jetzt gewisse Verpflichtungen in Kauf nehmen müsse. Da wäre das tägliche Wienern unserer Stiefel und das Bügeln unserer Hosen. Von den Frondiensten bei unserem Oberleutnant ganz zu schweigen. Alles in Allem hat sich Thorsten bisher wacker geschlagen und wir sind froh, ihn als neues Mitglied der Roten Friderizianer begrüßen zu können.
 
Unser derzeitiges Königspaar, Jörg I und seine liebreizende Gattin Andrea haben uns beim Schützenfest würdig vertreten. Bei den Einzügen ins Festzelt wurden sie von neidischen Blicken begleitet. Das Kleid unserer Königin war ein Traum in „beige“. Selbst die „Queen“ kann hier nicht mithalten.

In punkto Ehrungen und Auszeichnungen war das Schützenfest 2004 für uns ein echtes Highlight. Zuerst wurden drei unserer

 
 

 Kameraden zu Gefreiten befördert. Die Freude und Verwunderung war groß als Bernd Kauerz, Jörg Lagac und Alexander Marx ihre Auszeichnungen durch unseren Oberleutnant entgegen nahmen. Als die Tränen endlich getrocknet waren, trugen die drei Kameraden mit stolz geschwellter Brust ihre Beförderungen davon und verwiesen die gemeinen Schützen erst einmal auf die hinteren Plätze. Hier wird wieder klar deutlich, was passiert, wenn man Tiere zu hohen Tieren macht. Plötzlich glauben die, sie bräuchten keine Tischmanieren mehr und könnten im Stehen pinkeln.

Zu weiteren Beförderungen kam es am Schützenfest-Samstag. Hochoffiziell wurde unser Fähnrich, Stefan Friedeler, zum Leutnant befördert. Eine Beförderung, die schon lange ausstand. Außerdem musste unsere Regimentsführung entlastet werden. Die zahlreichen Verpflichtungen, die das Schützenfest und das drum herum mit sich bringen, erforderten eine personelle Verstärkung. Hochoffiziell und lange ausstehend war auch die Beförderung unseres Leutnants, Stefan Mosch, zum Oberleutnant. Unser Oberleutnant ist die Stütze unserer Truppe. Er stellt selbst seine Familie hinten an, wenn es um Schützenbelange geht. An dieser Stelle sei unserem Oberleutnant ein großer Dank ausgesprochen. Ohne ihn wären die Roten Friderizianer nur „Kanonenfutter“.

Aufgrund unserer mittlerweile 24-jährigen Vereinstätigkeit hatten wir noch weitere Ehrungen zu verzeichnen. Die noch immer aktiven Gründungsmitglieder, Spieß Klaus Urbanski und die Gefreiten Jörg Lagac und Alexander Marx wurden vom Heimat- und Schützenbund mit dem Verdienstorden in Silber ausgezeichnet. Eine Auszeichnung, mit der niemand gerechnet hatte und auf die wir mit Recht stolz sind. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist eine so lange Treue zum Verein und eine aktive Teilnahme an den Schützenfest-Veranstaltungen eine Anerkennung wert.

Erstmals haben wir beim Schützenfest 2004 eine Jugendgruppe ins Rennen gebracht. Bei einem gemütlichen Beisammensein kam uns die Idee, doch die mittlerweile zahlreichen Kinder unserer Truppe aktiv am Schützenfest teilhaben zu lassen. So erklärten sich doch spontan fünf unserer Sprösslinge bereit, die Jugendgruppe Rote Friderizianer zu bilden und unser Gesamtbild beim Schützenfest abzurunden. Schnell waren hier entsprechende Uniformen für die „Kleinen“ kreiert und das Trainingslager aufgestellt. Nach einem mehr oder weniger harten Training waren die jungen Damen und Herren für den Ernstfall vorbereitet.

 
 
Die Jugendgruppe Rote Friderizianer mit Moritz, Maura, Marie, Verena und Maximilian ist eine echte Bereicherung für unsere Truppe. Überall fand diese Gruppe großen Anklang und wurde mit tosendem Beifall belohnt. An dieser Stelle sei unseren Sprösslingen ein großer Dank und ein großes Lob ausgesprochen.

Zu guter letzt möchten wir noch einen großen Dank an unsere Marketenderinnen und an unser Ehrenmitglied, Frau Bramer, aussprechen. Ohne

 

die Mithilfe der Damen in Sachen Verpflegung, Taxi-Dienste und persönlicher, individueller Betreuung sähen wir beim Schützenfest ziemlich alt aus. Es zeigt sich auch hier wieder, dass Frauen in Sachen Organisation und Einfühlungsvermögen die besseren Männer sind.

Zwischenzeitlich haben wir schon mit den mentalen Vorbereitungen auf das Schützenfest 2006 begonnen. Zumal wir an diesem Schützenfest auf eine 26-jährige Vereinsgeschichte (2005 ist 25-jähriges Jubiläum) zurück blicken können. Wir hoffen, auch dieses sowie noch weitere Schützenfeste gemeinsam feuchtfröhlich zu feiern. Gut Schluck!

A.M.


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